Heimat ist – verbesserbar!

Elisabeth Fahrner
Liebe Frauen,
wieder einmal stellte sich bei den letzten Gemeinderatswahlen heraus, dass in Kirchheim der Anteil gewählter Frauen sehr niedrig ist. Diesmal jedoch sitzen zwischen 29 Räten nur noch sieben Rätinnen. Obwohl so viele Frauen wie noch nie auf fast allen Listen standen, ist dieses Ergebnis äußerst enttäuschend, nein skandalös. Auch die Tatsache, dass wir eine Oberbürgermeisterin haben, kann dies nicht beschönigen.
Kann ich erwarten, dass Männer Frauen wählen? Bei guter Eignung schon. Tun sie aber offensichtlich nicht. Männer wählen Männer!
Kann ich erwarten, dass Frauen Frauen wählen? Ja! Denn diese sind engagiert und kompetent, wollen Kirchheim mit gestalten. Dafür stehen sie auf den Listen.
Halten wir unsere Geschlechtsgenossinnen für unfähig? Halten wir es für möglich, dass sie der Stadt Schaden zufügen könnten? Wir haben ihnen schallende Ohrfeigen verpasst und fast nur männliche Bewerber ausgewählt.
Mehr als die Hälfte der Menschheit ist weiblich. Warum vertun wir die Chance auf politische Mitsprache und Gestaltung der Stadt zum Nutzen aller? Warum geben wir freiwillig die Macht ab, die uns zusteht?
Geht uns an, was mit unserer Stadt und uns Menschen geschieht? Ja! Ist es richtig, Schulplanung, Kitas, Seniorenprogramme, Stadtplanung, Umwelt usw. fast ausschließlich den Männern zu überlassen?
Männer haben nichts Besseres zu bieten? Auch sie sind fehlbar, weil sie Menschen sind. Können sie auf die Mitwirkung von Frauen verzichten? Müssen und dürfen sie die Verantwortung für die Zukunft der Stadt allein tragen? Nein!
Aus der Vielfalt erwächst Neues. Weibliche Zugangsweisen zu Themen, Empathie und weitreichende Erfahrungen über soziale Aspekte des Lebens, Akzeptanz und Lernfähigkeit im Team sind Schätze, die einem Arbeiten in Gremien nur gut tun können.
Glaubt Ihr Frauen wirklich, dass der Begriff lebenswert für Männer das Gleiche bedeutet wie für Frauen? Ich meine Nein!
Lebenswerte Zukunft der Stadt gelingt, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger an ihrer Gestaltung beteiligen.
Seien wir solidarisch mit unserem Geschlecht. Lernen wir, andere Frauen zu respektieren und wertzuschätzen.
Nehmen wir unsere Hälfte der Macht. Nur gemeinsam schaffen wir die lebenswerte Stadt.
Fangen wir damit an und wählen Frauen in politische Gremien.

Mit solidarischen Grüßen
Eure Wählerin
Elisabeth Fahrner

Dieser Beitrag wurde unter Bad Urach, Kirchheim abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s